Nomos Uhren: Ohne Abweichung (Die Redaktion, 3.August.2005, 08:13) Gäbe es so etwas bei NOMOS, wäre er der „Mitarbeiter des Monats“: Mirko Heyne, 29. Der Uhrmacher hat den ersten NOMOS-Automaten gebaut, das Werk, welches nun den Hersteller zur Manufaktur adelt, den „Motor“ für eine ganze Reihe künftiger Uhren.
Früher hat Heyne leidenschaftlich gern Cello gespielt. Er wollte zur Bühne, war schon in der Auswahlrunde der Leipziger Schauspielschule. Mehr aus Zufall – „Schicksal“, sagt er – kam es anders: Mirko Heyne wurde der erste Lehrling der wieder gegründeten Manufaktur Lange & Söhne. Schuld daran, dass er bei der Mutter der Glashütter Uhrenindustrie genommen wurde, war sein Opa: Schon mit zehn hatte Mirko Heyne bei seinem Großvater im erzgebirgischen Aue Wecker und Kuckucksuhren zerlegt, diese gereinigt und wieder zusammengebaut. „Seit diesen Tagen“, sagt Heyne, „tickte eben auch das mit den Uhren in meinem Kopf herum.“
Seine innere Uhr scheint laut und immer zu ticken: Daran, dass Mirko Heyne mal zu spät zur Arbeit oder auch nur zum Mittagessen gekommen ist, erinnert sich bei NOMOS keiner. Planen, Ziele verfolgen, zuverlässig sein – dies sind nur einige der Schokoladenseiten, die einem Uhrmacher gut zu Gesichte stehen und die Mirko Heyne in Reinkultur besitzt. Dass er trotzdem auch eine musische Ader hat, nicht „Maschine“ ist, sondern eben Mensch, ist kein Widerspruch, sondern eine ziemlich prima Ergänzung.
Bei Lange & Söhne, während der Lehrzeit, ließ sein Meister Heyne einfach machen. Etwa eine komplette Taschenuhr als Gesellenstück bauen. Die meisten Getriebeteile darin hat er selbst gefertigt, sogar die Zeiger: „Einmal habe ich einen ganzen Monat daran herumgesägt, dann brach einer ab“, erzählt der Uhrmacher und grinst dabei. In Situationen, in denen andere durchdrehen würden, die Ruhe zu bewahren, gelassen zu bleiben – auch das ist eine von Heynes großen Stärken. Er ist ein Ausnahmetalent, ohne Frage.
Seit Herbst 2002 arbeitet der Uhrmacher, der mit seiner Freundin in der Nähe von Glashütte lebt, in der Abteilung Forschung und Entwicklung. Nur wenige Monate später erhielt Heyne den Auftrag, ein Automatikwerk zu bauen. Heyne war überrascht, wie schnell er mit solch einer Aufgabe betraut wurde. Statt sich jedoch lange zu wundern, hat er sich einfach an die Arbeit gemacht. In Rekordzeit lag seine Konstruktion auf dem Tisch: das erste selbst entwickelte und im Haus gefertigte NOMOS-Werk.
Einen Prototyp der Uhr, die nun in den Test und im Herbst in den Handel geht, trägt Uhrmacher Heyne an seinem Handgelenk. Natürlich funktioniert die Uhr schon bestens – Abweichung reichlich unter einer Minute die Woche: Pünktlichkeit ist schließlich eine seiner großen Stärken. (Quelle: Nomos Uhren Presse) Pressekontakt zu dieser Meldung? Schreiben Sie uns. Mehr Infos zum Hersteller
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|  Bild: Mirko Heyne ist der Konstrukteur des ersten eigenen NOMOS-Werkes. (Foto: Michael Margos, Krefeld) |