Nomos Uhren: konstruiert und baut seine Werke nun selbst – das lässt die Preise klettern (Die Redaktion, 18.Juni.2005, 07:50) Die Preiserhöhung bei NOMOS ist überfällig. Die Löhne der Uhrmacher wurden seit Anfang der Neunziger fast verdoppelt. NOMOS Glashütte ist nun Manufaktur, die Herstellung der Uhren ist wesentlich aufwändiger und teurer geworden – das muss sich im Stückpreis niederschlagen.
Die Produktionstiefe – also das, was NOMOS Glashütte an Werken und Uhren selbst macht – wurde immer weiter gesteigert. Hatte man im Jahr 1992, als die ersten Uhren fertig wurden, noch mit Schweizer Werken gearbeitet, so werden heute gut 80 Prozent der Arbeit am Werk in Glashütte geleistet. Statt Rohwerke einzukaufen und diese zu verfeinern, konstruiert und baut NOMOS jetzt eigene Werke in Glashütte: Mit der Einführung des neuen Automatikwerks wurden auch die NOMOS-Handaufzugswerke auf Eigenproduktion umgestellt. Dafür wurden Ingenieure, Werkzeugbauer, Uhrmacher eingestellt, neue Maschinen gekauft, der Bahnhof umgebaut. Spezialitäten wie Dreiviertelplatine und Glashütter Gesperr sind heute serienmäßig.
Im Vergleich zu anderen Marken selbst mit geringerer Produktionstiefe und weniger Eigenentwicklungen waren die Preise von NOMOS-Uhren bislang teils "verboten niedrig”, wie ein Endkunde erst im Februar an NOMOS schrieb. Die letzte kleine Preiserhöhung liegt vier Jahre zurück. Und noch immer ist NOMOS im Marktvergleich günstig. Eine mechanische Uhr kauft man sich schließlich nicht wie einen Lippenstift oder ein paar neue Schuhe. Man leistet sie sich wie vielleicht einen Urlaub, ein Fahrrad, einen neuen Computer. Oder man verschenkt sie zu besonderen Anlässen an Menschen, die man besonders gern mag. Wenn größere Stückzahlen von einem Sondermodell verkauft und somit etwa Vertrieb und Kommunikation günstiger werden, wenn ein limitiertes Sondermodell quasi vorverkauft ist und deshalb die Kalkulation einfacher, wird auch NOMOS Uhren immer mal preiswerter anbieten. Der NOMOS-Grundsatz jedoch wird bleiben: Der Preis für eine Uhr ergibt sich aus Material und Arbeitszeit. Und sonst (fast) nichts. Aus diesem Grund werden NOMOS-Uhren nun teurer, um bis zu 170 Euro das Stück. (Quelle: Nomos Uhren Presse) Pressekontakt zu dieser Meldung? Schreiben Sie uns. Mehr Infos zum Hersteller
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|  Bild: Um bis zu 170 Euro pro Stück erhöht NOMOS zum 1. April die Einzelhandelspreise für alle Uhren. Und das in Wirtschaftsflautezeiten. Dieses wundervolle Modell Tetra gibt es nun ab 970 Euro. (Quelle: Nomos Uhren Presse; Foto: Michael Margos, Krefeld) |