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SINN Uhren: Die U-Serie - Die Taucheruhren aus U-Boot-Stahl.

(Die Redaktion, 28.April.2005, 08:10) Beim Tauchen – ob als Sport oder professionell betrieben – stößt der Mensch in einen existentiellen Grenzbereich vor. An die technische Ausrüstung werden daher höchste Ansprüche gestellt. Überlebenswichtiger Faktor ist die präzise Überwachung von Zeiträumen – für die Dauer der Tauchgänge, aber noch viel entscheidender für die Phasen der Dekompression beim Wiederauftauchen. Bei den Zeitmessern haben sich die Innovationen der vergangenen Jahre auf Ablesbarkeit, dauerhafte Funktion und Druckfestigkeit konzentriert.

Nach der Entwicklung der – unter anderem bei den Maritimen Einheiten der GSG 9 – erfolgreichen Einsatzzeitmesser (EZM) haben sich die Sinn-Ingenieure aktuell eine neue Aufgabe gestellt: Taucheruhren zu entwickeln, deren Qualität in Material und Konstruktion sie noch widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse unter extremen Einsatzbedingungen macht.
Für Berufstaucher im Seewassereinsatz hat Sinn nun eine Werkstoffinnovation im Uhrengehäusebau vorgelegt. Herkömmlicher Edelstahl für Uhrengehäuse besitzt keine echte Seewasserbeständigkeit. Solche Gehäuse sind für den dauerhaften Einsatz im Seewasser streng genommen nicht geeignet. Der PRE-Wert („pitting resistence“, ein Zahlenwert für die Korrosionsbeständigkeit von Edelstählen) des herkömmlichen Gehäusestahls liegt bei maximal 26. Von Seewasserbeständigkeit spricht man jedoch erst ab einem PRE-Wert von 32 aufwärts. Taucheruhren aus herkömmlichen Edelstahl, die regelmäßig mit Seewasser in Kontakt kommen, sollten deshalb nach jedem Tauchgang mit Süßwasser abgespült werden.

Auf der Suche nach einem Stahl, der höheren Qualitätsanforderungen genügt, wurden die Sinn-Ingenieure schließlich bei den deutschen U-Boot-Werften Howaldtswerke-Deutsche Werft und Nordseewerke Emden/GmbH fündig: Exklusiv für Sinn werden vom Stahllieferanten dieser Werften kleine Mengen des Original-Stahls der aktuellen deutschen U-Boot-Produktion für den Uhrenbau geliefert.
Aus genau diesem Stahl entstehen die Außenhüllen der zur Zeit modernsten nichtnuklearen U-Boote der Welt, der neuen U-Bootklasse 212. Mit U31 und U32 sind die beiden ersten Exemplare in der Erprobung, der Zulauf zur U-Bootflottille wird im ersten Halbjahr 2005 stattfinden.


Dieser U-Boot-Stahl ist nicht nur außerordentlich seewasserbeständig (PRE-Wert bis zu 38), er besitzt auch die höchste amagnetische Güte. Ein Restmagnetismus, wie er noch beim herkömmlichen und hochwertigen Uhrengehäuse-Edelstahl der Güte 316 L vorkommt (infolge sog. Delta-Ferrit-Gehalte), ist im Falle des U-Boot-Stahls nicht möglich.

Ein weiterer Hauptvorteil dieses Stahls für den Uhrenbau liegt in seiner besonderen Tegimentierbarkeit. Der U-Boot-Stahl läßt sich auf bis zu 1500 Vickers härten. Damit wird die bisherige Härte der Sinn-Tegiment-Gehäuse um rund 300 Vickers übertroffen. Zum Vergleich: die Basishärte des herkömmlichen Edelstahls (316 L) beträgt ca. 220 Vickers.
Diese hohe Härte wird allerdings nur mit erheblichem technischen Aufwand erreicht. Da der Drehring einer professionellen Taucheruhr im Vergleich zu gewöhnlichen, meist anderweitig genutzten Drehringen besonderen Anforderungen genügen muß, wird dieser Teil des komplett aus U-Boot-Stahl gefertigten Gehäuses serienmäßig auf 1500 Vickers oberflächengehärtet. Denn zum einen wird der Taucher mit diesem Ring im Einsatz fast unvermeidlich an Fels, Tauchgerät oder sonstige Hindernisse stoßen. Außerdem ist die Ablesbarkeit der Tauchzeit überlebenswichtig, und diese wird nicht auf dem Umweg über die Uhrzeit, sondern mit Hilfe der Skala auf dem zuvor eingestellten Drehring direkt abgelesen.

Die Minutenskala des Drehrings ist zum Ablesen der Tauchzeit direkt in den massiven U-Boot-Stahl gefräst. So können keine vielfach verwendeten Aluminium- oder Kunststoff-Inlays verloren gehen, die sichere Ablesbarkeit bleibt dauerhaft gewährleistet.

Um ein Abspringen des Drehrings bei harten Stößen zuverlässig zu vermeiden, ist er nicht wie üblich durch einem Schnapp-Mechanismus mit dem Gehäusemittelteil verbunden. Eine neu entwickelte Montagevorrichtung hält ihn sicher am Platz – und erlaubt für Wartung und Reinigung der Uhr trotzdem eine sichere Demontage. Die Rastung ist aufwendig dreifach kugelgeführt, leicht radial versetzte Rastkugel-Positionen schonen den Zahnkranz, sichern die Funktion und sorgen für eine satte, feste und sichere Rastung.

Sinn Modell U1 wird eine Druckfestigkeit von 100 bar ( = 1000  m Tiefe ) erreichen, Sinn Modell U2 sogar eine Druckfestigkeit von 200 bar ( = 2000 m Tiefe ). Beide Modelle liegen derzeit dem Germanischen Lloyd - international für die Abnahme von Seeschiffen und auch für die Druckprüfung von U-Booten zuständig - zur Zertifizierung vor.

(Quelle: SINN Uhren Presse)

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SINN Uhren: Die U-Serie - Die Taucheruhren aus U-Boot-Stahl.
Bild: Modell U1 - Die robuste Taucheruhr aus U-Boot-Stahl

Preis: - 790,- EUR Werkabverkaufspreis
Voraussichtlicher Liefertermin: Juli/August 2005
Stand: März 2005, technische Änderungen vorbehalten


Modell U2 - Die Taucheruhr aus U-Boot-Stahl mit zweiter Zeitzone

Preis: - 1.450,- EUR Werkabverkaufspreis
Voraussichtlicher Liefertermin: Juli/August 2005
Stand: März 2005, technische Änderungen vorbehalten

(Quelle: SINN Uhren Presse)


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