Gold und Silber, Pelz und Plastik: MIDORA offeriert polnische Goldschmiedekunst der Sonderklasse (Die Redaktion, 23.Mai.2007, 07:32) Phantasievolle Entwürfe, überraschende Materialkombinationen und niemals hausbacken – das kennzeichnet seit jeher polnisches Design. Dass dies auch für den Schmuckbereich gilt, stellt die Sonderschau des polnischen Goldschmiedeverbandes auf der diesjährigen MIDORA vom 8. bis 10. September 2007 in Leipzig anschaulich unter Beweis. Aus Anlass seines 15. Jubiläums im vorigen Jahr rief der Verband seine Mitglieder zu einem Wettbewerb auf, um aus den besten Arbeiten eine Sonderschau zu gestalten. Nachdem die Schau im April erstmalig auf der Danziger Schmuckmesse Amberif gezeigt wurde, gibt sie nun im September dem Fachpublikum der MIDORA einen hervorragenden Einblick in die polnische Goldschmiedekunst.
Insgesamt 120 Schmuckstücke von 60 Künstlern wählte der Programmrat des Polnischen Goldschmiedeverbandes für die Sonderschau aus. Jeder Autor sollte zwei Schmuckstücke präsentieren: seinen eigenen Lieblingsentwurf und ein speziell für die Ausstellung gefertigtes Stück. Die verwendeten Materialien reichen von Klassikern wie Gold und Silber über Plastik und Pelz bis hin zu abgeschliffenen Flaschenglasscherben und Textilfasern.
„Alle ausgewählten Projekte sind so verschieden wie ihre Autoren“, sagt der Verbandsvorsitzende Andrzej Bielak. „Sie offenbaren die unterschiedlichen Denkweisen ihrer Schöpfer sowie deren Vorlieben für bestimmte Muster, Formen und Materialien. Auch wird deutlich, welche Idee der jeweilige Künstler mit seinem Schmuck vermitteln will.“Der polnische Goldschmiedeverband zählt 120 Mitglieder. Hochburgen der Goldschmiedekunst sind die Städte Krakau, Danzig und Warschau. Erlernen kann man das Gestalten von Schmuck unter anderem an zwei Hochschulen in Lodz. Die überwiegende Mehrheit polnischer Schmuckdesigner hat verschiedene Schulen absolviert, so dass eine große Vielfalt von Ansätzen existiert. „Polnischer Schmuck ist frisch. Man spürt hier keine Beschränkungen. Auch kann man nicht einfach erkennen, aus welcher Schule der Künstler stammt, wie man es von den Kunstmalern kennt“, sagt Andrzej Bielak.
Überall, wo polnischer Schmuck vorgestellt wird, werde seine Frische und Offenheit vom Publikum gelobt. Die Erfolge auf verschiedenen Ausstellungen und in Wettbewerben hätten dazu geführt, dass polnische Schmuckkünstler auch kommerzielle Erfolge erzielen und ihre Werke in der ganzen Welt verkaufen, so Bielak. Die polnische Goldschmiedebranche sieht der Verbandsvorsitzende nach einigen schwierigen Jahren jetzt im Aufwind. Neue Galerien entstehen, und die Polen geben mehr Geld für Schmuck aus. Insgesamt profitiere die Branche vom allgemeinen Wirtschaftswachstum, das sich derzeit in Polen ereignet, ist Bielak überzeugt.
Die MIDORA Leipzig - Uhren- & Schmucktage findet vom 8. bis 10. September 2007 zum zwölften Mal statt und offeriert den Fachbesuchern aus Handel und Handwerk Uhren, Schmuck und Schmuckhalbfabrikate, Edelsteine, Perlen, Korallen, Silberwaren sowie Maschinen, Einrichtungen, Werkzeuge und Dienstleistungen. Die diesjährige Ausgabe der MIDORA wird größer: „Bereits Mitte Mai wurde so viel Fläche gebucht wie zur gesamten MIDORA im Vorjahr“, informiert Projektdirektor Andreas Zachlod. (Quelle: Midora Schmuck- und Uhren-Tage Leipzig, Presse) Pressekontakt zu dieser Meldung? Schreiben Sie uns. Druckversion dieser Meldung | PDF-Dokument erstellen
|  Bild: Arbeiten polnischer Schmuckdesigner werden auf der diesjährigen MIDORA 2007 in einer Sonderschau des polnischen Goldschmiedeverbandes vorgestellt. (Quelle: Midora Schmuck- und Uhren-Tage Leipzig, Presse) |